SC Siemensstadt bedauert Rückzug der Berliner Olympiabewerbung

Der Rückzug Berlins aus dem Bewerbungsverfahren um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036, 2040 oder 2044 ist für uns als Sport Club Siemensstadt ein Einschnitt. Wir haben die Berliner Bewerbung in den vergangenen Monaten gemeinsam mit unseren Mitgliedern und zahlreichen Abteilungen aktiv unterstützt und begleitet. 

„Wir bedauern außerordentlich, dass der Senat von Berlin und der Olympiabeauftragte Kaweh Niroomand die Bewerbung zur Ausrichtung der Olympischen und Paralympischen Spiele 2036 bis 2044 heute zurückgezogen haben“, sagt unser Geschäftsführer Jens-Uwe Kunze. 

Der Entscheidung waren intensive Diskussionen über die Berliner Bewerbung sowie die Bewertung der drei verbliebenen Bewerbungen durch die Expertenkommission des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) vorausgegangen. Berlin+ lag dabei in der Bewertung hinter den Konzepten aus München und KölnRheinRuhr. Mit dem Rückzug nimmt Berlin nicht mehr an der für Samstag, den 26. September, angesetzten Entscheidung des DOSB über den deutschen Bewerber teil. 

 

Wir haben uns mit unseren Abteilungen für die Bewerbung eingesetzt

Bereits im Dezember 2025 übermittelten wir rund 1000 Unterschriften an den Landessportbund Berlin, um die damalige Volksinitiative zur Unterstützung der Berliner Olympiabewerbung zu fördern. 

Unser Engagement wurde dabei vom gesamten Verein getragen. Zahlreiche Abteilungen, darunter Turnen, Fußball, Schwimmen und Tischtennis, beteiligten sich an Aktionen und machten deutlich, dass die Bewerbung aus unserer Sicht nicht allein eine Frage des Spitzensports war. 

Für uns standen vielmehr die Chancen für den gesamten Berliner Sport im Mittelpunkt: bessere Rahmenbedingungen, Investitionen in Sportstätten, mehr Aufmerksamkeit für den Breitensport sowie die verbindende Kraft des Sports. 

Auch bei der Vorstellung des offiziellen Berliner Konzepts „BERLIN+“ am 19. Juni 2026 im Olympiastadion waren wir vertreten. Unser Engagement war dabei immer auch mit der Frage verbunden, welche nachhaltigen Impulse von einer Olympiabewerbung für den Sport in Berlin ausgehen können. 

„Wir hoffen dennoch, dass die zukünftige Landesregierung dafür Sorge trägt, dass der Sport auch weiterhin solide finanziert und unterstützt wird“, so Jens-Uwe Kunze. 

Ein besonderer Höhepunkt unseres Engagements war der Welt-Olympiatag am 23. Juni 2026 bei uns im Sport Club Siemensstadt. Im Mittelpunkt stand der olympische Fackel-Lauf: 550 Läuferinnen und Läufer absolvierten gemeinsam 550 Runden über 100 Meter und legten damit insgesamt 55.000 Meter zurück. 

Zuletzt beteiligten wir uns auch an der Initiative „132 Stimmen für Olympia“, mit der Vertreterinnen und Vertreter der Berliner Stadtgesellschaft ihre Unterstützung für die Bewerbung zum Ausdruck brachten. 

Wir möchten uns an dieser Stelle ausdrücklich bei allen bedanken, die unsere Unterstützung der Berliner Olympiabewerbung in den vergangenen Monaten mitgetragen haben. Bei unseren Mitgliedern, unseren Abteilungen, unseren ehrenamtlich Engagierten und allen, die sich gemeinsam mit uns für die Idee von Olympischen und Paralympischen Spielen eingesetzt haben. 

Unser Engagement war nicht umsonst. Wir haben gemeinsam Aufmerksamkeit für die Bedeutung Olympischer und Paralympischer Spiele geschaffen und gezeigt, welchen Stellenwert der Sport für unsere Stadt und unsere Gesellschaft hat. Wir konnten deutlich machen, dass der Wunsch nach Olympischen und Paralympischen Spielen in Berlin und Deutschland auch aus dem Breiten- und Vereinssport heraus getragen wird. Darauf können wir stolz sein.

 

Mit Respekt auf die Entscheidung des DOSB

Mit dem Rückzug Berlins ist die Bewerbung der Hauptstadt aus dem Verfahren ausgeschieden. Die Entscheidung über den deutschen Bewerber für die Olympischen und Paralympischen Spiele soll am Samstag bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung des DOSB in Baden-Baden fallen. 

Wir blicken dabei mit Respekt auf die beiden verbleibenden Bewerbungen. 

„Wir wünschen München und KölnRheinRuhr viel Erfolg am Samstag bei der Abstimmung des DOSB“, sagt Jens-Uwe Kunze. 

 

Was bleibt: Unser Engagement für den Sport in Berlin 

Mit dem Rückzug Berlins endet für uns die Unterstützung der Berliner Olympiabewerbung. Unser Einsatz für den Sport in Berlin geht jedoch weiter. 

Wir werden uns auch künftig für verlässliche Rahmenbedingungen und eine starke Sportlandschaft in Berlin einsetzen. Dazu gehören gute Bedingungen für den Breiten- und Vereinssport ebenso wie eine nachhaltige Unterstützung der Sportvereine und der Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren. 

Für uns bleibt dabei auch die grundsätzliche Idee hinter einer möglichen Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele in Deutschland positiv besetzt. 

„Und natürlich freuen auch wir Siemensstädter uns auf die Durchführung Olympischer und Paralympischer Spiele in Deutschland.“ 

Wir werden unseren Beitrag dazu leisten, dass der Sport auch unabhängig von der Berliner Bewerbung ein verbindendes Element unserer Berliner Stadtgesellschaft bleibt.