Spielbericht vom 22.03.2026 - SCS vs. HSG Kreuzberg III

- 23.03.2026
Was für ein wilder Nachmittag in der Günter‑Maiwald‑Halle! Schon vor dem Anpfiff war klar: Heute wird’s besonders – unser etatmäßiger Torwart verhindert war, also musste unser bereits im Ruhestand befindlicher Keeper reaktiviert werden. Und was macht der Mann? In den ersten Minuten hält er einfach mal alles, was Kreuzberg auf die Kiste bringt. Ein Start, der der ganzen Mannschaft sofort Rückenwind gab.
Die 3. Männer der HSG Kreuzberg - Handball in Berlin-Kreuzberg begannen dann aber auch irgendwann das Tor zu treffen und hatten nach unserer ersten offensiven Schwächephase in der 15. Minute zum 9:9 ausgeglichen. Daniel, Toffi und immer wieder Kilian machten dann aber wieder deutlich, wer die Herren hier im Hause waren. Auch unser Routinier Reza sorgte für drei sehenswerte Treffer. Zur Pause standen verdiente 23:19 auf der Uhr.
In der zweiten Hälfte wurde es zum Krimi. Während einer Hinausstellung von Toffi in der 36. Minute glichen die Gäste durch einen 3:0-Lauf zum 26:26 aus. Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. In der 44. Minute passierte es dann: Während es offensiv nicht bei uns mehr so gut lief - die Gäste hatten Ernie in Einzelmanndeckung genommen, wodurch im Rückraum Druck und Anspielstationen fehlten und wir öfter mal den Ball wegwarfen - legten die Kreuzberger einen 5:0-Lauf hin (31:35). Aber auch an dieser Stelle gaben wir nicht auf und kämpften uns zurück ins Spiel. Raphie verwandelte zwei Siebenmeter gewohnt sicher und es stand in der 54. Minute 40:38.
Nach einer erneuten 2-Minuten-Strafe gegen Toffi mussten wir die Führung nochmals abgeben. Beim Stand von 40:41 in der 59. Minute folgte der dramatische Moment: Raphie trat zum Siebenmeter an – normalerweise ein sicherer Punkt. Diesmal ging der Ball aber deutlich am Tor vorbei. Den folgenden Angriff wehrten wir glücklicherweise ab und nahmen knapp eine Minute vor Schluss die letzte Auszeit. Das Team war sich einig über die Taktik: Wir setzen alles auf eine Karte! Schnell den Ausgleich machen und anschließend aus einer offensiven Manndeckung den Ball für den Siegtreffer erobern. Die Jungs kamen hochmotiviert zurück aufs Feld – man spürte, dass da noch was gehen könnte.
Doch der Plan ging leider nicht auf. Unser Wurf aufs Tor war zu unpräzise. Statt des Ausgleichs erzielten die Gäste im Gegenstoß den nächsten Treffer zum 40:42, und damit war der Deckel drauf. Extrem bitter, weil die Mannschaft bis zur letzten Sekunde alles reingeworfen hat und sich nach diesem Offensivspektakel definitiv etwas Zählbares verdient gehabt hätte.
Trotzdem: Die Einstellung, der Kampfgeist und die Offensive waren stark – und mit dieser Energie wird das nächste Spiel garantiert nicht schlechter.






